Self-Publishing
Von der Buchidee bis zur erfolgreichen Vermarktung
Die Chancen, mit Self-Publishing erfolgreich zu werden, sind heute besser als je zuvor – allerdings hängt dein Erfolg stark von der Strategie, der Zielgruppe und einem klaren Konzept ab. Self-Publishing bietet dir die Freiheit, deine Werke ohne die Einschränkungen eines traditionellen Verlags zu veröffentlichen. Doch der Weg von der Idee bis zum fertigen Buch ist lang und erfordert fundierte Kenntnisse über verschiedene Prozesse, von der Manuskriptentwicklung bis hin zur Vermarktung. In diesem Leitfaden erfährst du Schritt für Schritt, wie du dein Buch erfolgreich veröffentlichen kannst.
Der kreative Prozess
Manuskriptentwicklung
Für viele Autoren stellt der Start die größte Hürde dar. Oft ist es schwierig, Struktur in die eigene Buchidee zu bringen und mit dem Schreiben zu beginnen. Du musst nicht sofort mit professionellem Schreibcoaching oder Kursen beginnen – oft ist es hilfreich, einfach einmal selbst loszulegen, sich in das Thema einzulesen und sich ein erstes Feedback von vertrauten Personen zu holen. Nachfolgend gebe ich dir ein paar Tipps, die dir die Fertigstellung deines ersten Buches erleichtern sollen.
- Einfach anfangen: Egal, ob du ein Planer oder ein Bauchschreiber bist – der erste Schritt ist oft, sich hinzusetzen und loszuschreiben. Über den idealen Anfang oder das perfekte Ende kannst du dir auch später noch Gedanken machen. So vermeidest du, dich schon von Vornherein zu verzetteln, weil du einen zu hohen Anspruch an dich selbst hast.
- Feedback einholen: Eine wertvolle Möglichkeit, deine Ideen und dein Manuskript in einer frühen Phase zu testen, ist das Feedback von Freunden, Verwandten oder Bekannten. Dein Umfeld kann oft nützliches Feedback geben – sowohl ermutigend als auch kritisch. Wichtig ist dabei, dass du klar kommunizierst, was du benötigst. Wenn du deinem Gegenüber mitteilst, ob du eher motivierenden Zuspruch oder kritische Anmerkungen suchst, kannst du Missverständnisse vermeiden. Obwohl die Rückmeldung von Freunden oder Familie nützlich sein kann, fehlt deinen Vertrauten oft die fachliche Distanz. Eine Alternative dazu können Bekannte oder Schreibgruppen sein.
- Selbstorganisation und Routinen: Anstatt dich sofort auf das große Endziel "fertiges Buch" zu fokussieren, macht es oft mehr Sinn, dir kleinere, realistische Ziele zu setzen. Du könntest dir zum Beispiel vornehmen, jeden Tag zumindest 500 Wörter zu schreiben. Auch ein Kapitel pro Woche ist eine Möglichkeit, wenn du nicht so streng mit dir sein möchtest. Wenn du in Etappen arbeitest, wird so aus diesen kleinen Schritten ein fertiges Buch. Es gibt Menschen, die strukturiert planen können, andere schreiben eher intuitiv. Das hat aber oft weniger mit Disziplin zu tun als mit dem eigenen Denk- und Arbeitsstil.
- Weiterentwicklung: Wenn du die Rohfassung deines Manuskripts fertiggestellt hast, könntest du darüber nachdenken, dich mit Ratgebern oder durch Schreibcoaching fortzubilden. Schreibcoaches bieten professionelle Unterstützung, um deine Buchidee zu strukturieren und den nächsten Schritt zu planen. Du kannst sie auch schon während des Schreibprozesses zurate ziehen. Online-Kurse oder Schreibratgeber können dir ebenfalls dabei helfen, deine Schreibtechnik zu verbessern und gezielte Übungen zur Manuskriptentwicklung zu machen. Ein Blog mit vielen wertvollen Artikeln oder Podcasts über das Schreiben und Veröffentlichen können dir dabei helfen, die Strukturierung langer Manuskripte zu erleichtern. Ein strukturiertes Schreibprogramm kann dir eine Alternative zum klassischen Coaching bieten. Es analysiert deinen kreativen Arbeitsstil und leitet daraus eine individuelle Struktur ab, die wirklich zu dir passt. Ein analytischer Typ baut sein Buch natürlich anders auf als ein emotionaler Erzähler. ALIES Autor führt dich beispielsweise durch genau den Prozess, der deiner Arbeitsweise entspricht. So bekommst du keine allgemeinen Ratschläge, sondern eine Anleitung, die auf deinen Schreibstil zugeschnitten ist. Du lernst schreiben, während du schreibst.
- Manuskriptüberarbeitung: Nach der ersten Rohfassung und deinem neu gewonnenen Wissen kommt eine wichtige Phase: die Überarbeitung. Nimm dir Zeit, um sicherzustellen, dass deine Geschichte schlüssig ist, die Charaktere nachvollziehbar handeln und die Struktur deinem Genre entspricht. Viele Autoren überarbeiten ihre Manuskripte mehrmals, bevor es bereit für ein professionelles Lektorat ist. Mein Tipp: Nimm dir nach der Fertigstellung deiner ersten Rohfassung ein paar Wochen Auszeit vom Manuskript. Das gibt dir die nötige Distanz, um es später mit frischen Augen zu überarbeiten.
Lektorat und Korrektorat
Brauche ich das?
Ein professionelles Lektorat geht weit über das bloße Korrigieren von Fehlern hinaus. Es hilft dir dabei, den Text stilistisch und inhaltlich zu verbessern. Ein Lektor kann beispielsweise den Plot straffen, Charakterentwicklungen unterstützen und den Sprachfluss optimieren. Dabei liegt der Fokus darauf, die Logik und Kohärenz deiner Geschichte zu prüfen und sicherzustellen, dass das Gesamtbild stimmig ist.
Vorteile: Der Vorteil eines professionellen Lektorats ist neben der Objektivität und kreativen Beratung der frische Blick auf dein Manuskript. Der Lektor gibt dir kreative Ratschläge, mithilfe derer du deine Geschichte spannender gestalten kannst. Ein Lektor sorgt für einen konsistenten Schreibstil und den richtigen Ton für dein Genre und deine Zielgruppe. Durch die Erfahrung im Überarbeiten von Manuskripten können Lektoren Schwachstellen schneller erkennen und verbessern, als du es selbst möglicherweise könntest. Du kannst dir also viel Zeit ersparen.
Nachteile: Lektorate sind meist kostenintensiv. Ein Lektor kann außerdem tief in deinen Text eingreifen, was für manche Autoren zu einem Gefühl des Kontrollverlustes führen kann.
Das Korrektorat gilt als letzter Feinschliff vor der Veröffentlichung und fokussiert sich auf die formale Richtigkeit deines Textes: Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion und Typografie. Als letzter Schritt vor deiner Buchveröffentlichung stellt es sicher, dass der Text makellos ist.
Hat ein professionelles Korrektorat Vorteile gegenüber einer KI?
Ein menschlicher Korrektor kann den Kontext deines Textes besser verstehen und erkennt, wann eine Formulierung stilistisch besser zum Inhalt passt. Er kann sich an deinen individuellen Stil und Ton anpassen und Vorschläge machen, ohne die Persönlichkeit deines Textes zu verändern. Eine KI hingegen kann das oft nur eingeschränkt und folgt eher festen Regeln und Standardmustern. Ein Korrektor versteht außerdem besser, wann stilistische Ausnahmen gewollt sind, und kann die Satzstruktur entsprechend anpassen. Wenn eine Passage unklar ist, kann er Rückfragen stellen und dir eine Lösung anbieten. Sollte eine Mehrdeutigkeit beabsichtigt sein, kann er deinen kreativen Spielraum respektieren. Eine KI hingegen ist momentan nicht dazu in der Lage, mehrdeutige Formulierungen korrekt zu interpretieren. Sie korrigiert nach starren Grammatikregeln, was den Lesefluss stören kann.
Da auch Korrektorate kostenpflichtig sind, musst du am Ende selbst entscheiden, wie viel Budget du investieren möchtest. KI-Tools können eine schnelle und kostengünstige Lösung sein, allerdings haben sie klare Grenzen. Dein persönlicher Schreibstil wird nicht berücksichtigt, da KI-Tools starren Regeln folgen. Eine KI reicht aus, um grammatikalische Fehler zu erkennen, sie versteht aber keine komplexen stilistischen Nuancen oder den Kontext der Geschichte, was zu einer fehlenden Tiefe führen kann. Wenn Basiskorrekturen wie Rechtschreibung, Grammatik und Interpunktion für dich ausreichen, ist eine KI ein gutes Instrument, um deiner Geschichte kostengünstig den letzten Feinschliff zu verleihen.
Fazit: Ein professionelles Lektorat ist ein tiefgreifender Prozess, der über die formale Korrektur hinausgeht. Es kann dein Manuskript stilistisch und inhaltlich auf ein höheres Niveau heben. Ein Korrektorat bietet dir durch Flexibilität, Kontextverständnis und die Anpassung auf deinen Stil einen Mehrwert gegenüber einer KI. Nutze Tools am besten für eine erste Durchsicht, um grundlegende Fehler zu erkennen. Wenn dein Budget begrenzt ist, kann ein gut vorbereitetes Manuskript in jedem Fall kosten sparen.
Buchsatz
Was ist der Buchsatz und warum ist er wichtig?
Ein guter Buchsatz sorgt dafür, dass dein Text richtig auf den Seiten angeordnet ist, gut lesbar und optisch ansprechend wirkt. Dabei geht es nicht nur um die Wahl der Schriftart, sondern auch um den Zeilenabstand, die Seitenränder und die Platzierung von Kapiteln und Bildern.
Wie gestalte ich einen ansprechenden Buchsatz?
Wenn du dich an ein paar Vorgaben hältst, kannst du den Buchsatz mit ein bisschen Übung auch selbst machen. Nachfolgend findest du die wichtigsten Punkte, die du beachten solltest:
Schriftart
Wähle eine gut lesbare Schriftart, die zum Genre deines Buches passt. Für Romane eignen sich vor allem Serifenschriften wie zum Beispiel Times New Roman, Garamond oder Baskerville. Die Schriftgröße sollte nicht zu klein sein und zwischen 10 und 12 Punkten betragen. Wähle einen angenehm lesbaren Zeilenabstand zwischen 1,2 und 1,5.
Satzart
Üblicherweise verwendet man beim Buchsatz den Blocksatz, da er für eine gleichmäßige Textstruktur sorgt. Achte dabei unbedingt auf eine gute Worttrennung, um größere Lücken zwischen den Wörtern zu vermeiden.
Verwaiste Zeilen
Zeilen, die allein am Anfang einer Seite oder Spalte stehen und das Ende eines Absatzes darstellen, wirken unästhetisch und stören den Lesefluss. Auch am Ende einer Zeile oder Spalte sollte kein Beginn eines Absatzes dargestellt werden.
Buchsatzprogramme bieten als Lösung oft Funktionen an, um Waisenzeilen zu vermeiden. Sie werden automatisch an den Textfluss angepasst. Wenn du kein Buchsatzprogramm zur Verfügung hast, kannst du Worttrennungen oder Zeilenumbrüche anpassen oder Sätze umformulieren, um Waisenzeilen zu verhindern.
Absatzgestaltung
Zu Beginn eines neuen Absatzes kannst du einen Einzug von ca. 5mm setzen. Einen zusätzlichen Abstand nach Absätzen solltest du in Buchtexten vermeiden, damit der Text geschlossen wirkt.
Wichtig: Vermeide, dass die erste Zeile eines Absatzes am Seitenende oder die letzte Zeile am Anfang einer neuen Seite steht. Am Beginn eines Kapitels setzt du keinen Einzug.
Seitenlayout
Die Seitenränder für Printbücher sollten ausreichend breit sein (besonders innen), damit das Buch auch nach der Bindung leicht lesbar ist. Verwende standardmäßig ca. 2-3cm.
Sorge mit einem einheitlichen Satzspiegel für optische Ordnung und Lesbarkeit. Das bedeutet, dass jede Seite in Bezug auf Ränder, Fußzeilen oder Seitenzahlen gleich aussehen sollte.
Silbentrennung und Umbrüche
Verwende eine sorgfältige Silbentrennung, um „Löcher“ im Text zu vermeiden. Es sollten nicht zu viele Trennungen von Zeilen aufeinanderfolgen, achte auch darauf, dass die Worttrennung im gesamten Buch einheitlich ist. Verzichte weitestgehend auf manuelle Umbrüche, da sie bei Änderungen im Text problematisch werden können.
Seitennummerierung
Gestalte die Seitennummerierung leserfreundlich und unauffällig, um den Lesefluss nicht zu stören.
Kapitelanfang und Kapitelüberschriften
Gestalte deine Überschriften konsistent und schaffe mit ein bisschen Abstand einen optischen Übergang. Für den Kapitelanfang ist es in Büchern üblich, ein neues Kapitel auf einer neuen Seite zu beginnen, meist auf der rechten (ungeraden) Seite
Schmuckelemente und Initialen
Schmuckelemente am Kapitelanfang oder Buchanfang können sehr ansprechend für den Leser sein und das Layout optisch interessanter machen. Setze sie gegebenenfalls dezent und konsistent ein.
Leseraster und Zeilenlänge
Halte eine ideale Zeilenlänge von ca. 50–60 Zeichen pro Zeile ein, um den Lesefluss zu unterstützen. Zu lange oder zu kurze Zeilen erschweren das Lesen.
Bilder und Abbildungen
Wenn du Bilder in deinen Buchsatz integrieren möchtest, achte darauf, dass sie eine gute Qualität haben und einheitlich formatiert sind. Sie sollten ausreichend Abstand zum Rand haben und den Textfluss nicht stören.
Farbgestaltung und Kontraste
Falls du Farben verwenden möchtest (zum Beispiel bei Kinderbüchern), achte auf harmonische und leserfreundliche Kontraste. Besonders bei E-Books ist ein hoher Kontrast zwischen Text und Hintergrund sehr wichtig.
Welche Tools kann ich selbst für den Buchsatz nutzen?
Wenn du den Buchsatz selbst machen möchtest, eignen sich verschiedene Programme für den Buchsatz. Ich stelle dir nachfolgend einige davon vor:
- Papyrus Autor: Dieses Programm wurde speziell für Autoren im deutschsprachigen Raum entwickelt. Es bietet nicht nur umfangreiche Funktionen während des Schreibprozesses, sondern auch eine Strukturierung für den Buchsatz. Kosten: Die Vollversion kostet aktuell EUR 349,00.
- Scrivener: Dieses Tool unterstützt dich bei der Organisation und Strukturierung von Manuskripten und bietet Exportmöglichkeiten für verschiedene Formate, einschließlich E-Books. Kosten: Einmalige Lizenzgebühr in Höhe von EUR 53,00.
- Microsoft Word: Word wird als weit verbreitetes Textverarbeitungsprogramm häufig für den Buchsatz verwendet. Es bietet viele verschiedene Formatierungsoptionen und ist vielen Autoren vertraut. Kosten: Teil des Microsoft 365-Abonnements mit EUR 69,00 pro Jahr
- Adobe InDesign: Auf dieses Programm greifen Autoren für professionelle Layouts und komplexe Buchprojekte zurück. Es bietet zwar umfassende Möglichkeiten für den Buchsatz, allerdings erfordert es eine gewisse Einarbeitungszeit. Kosten: EUR 23,70 pro Monat
- Kindle Create: Wenn du ein E-Book für Amazon formatieren möchtest, kannst du Kindle Create nutzen. Lade dein Dokument in das Programm hoch und passe es dort an. Für den Upload empfiehlt sich, eine kpf-Datei zu exportieren. Kosten: Kostenlose Basisversion verfügbar.
Bitte beachte, dass die angegebenen Preise nur eine Momentaufnahme darstellen und dass sich daran jederzeit etwas ändern kann.
Coverdesign
Ein ansprechendes Äußeres für dein Buch
Viele potenzielle Leser entscheiden aufgrund des Covers, ob sie einen Blick in das Buch werfen oder nicht. Deshalb ist das Buchcover entscheidend, um auf dich aufmerksam zu machen.
Ob du einen professionellen Designer engagieren oder ein DIY-Cover erstellen möchtest, hängt mitunter von deinen eigenen Fähigkeiten und deinem Budget ab. Für professionelle Designs eignen sich die Adobe-Programme oder CorelDRAW am besten. Canva und GIMP hingegen bieten dir eine gute Einstiegsmöglichkeit für Anfänger, wenn du noch nicht viel Erfahrung in der Covergestaltung hast.
Solltest du dich dazu entschließen, dein Buchcover selbst zu gestalten, achte auf folgende Details:
- Auflösung: Du benötigst mindestens 300 DPI für Druckqualität.
- Farbraum: RGB für E-Books, CMYK für Druck.
- Größe: Je nach Plattform variieren die exakten Vorgaben. Typische Maße für gedruckte Bücher sind 6x9 Zoll für Amazon KDP. Du findest die Druckspezifikationen in der Regel aber immer auf der Seite des jeweiligen Anbieters.
Veröffentlichung auf Self-Publishing-Plattformen
Um dein Buch im Selfpublishing zu veröffentlichen, stehen dir verschiedene Plattformen zur Verfügung. Nachfolgend stelle ich dir zwei davon vor:
Amazon KDP
Dir wird über Amazon KDP eine globale Lösung mit großer Reichweite für Selfpublisher angeboten. Neben einer klassischen Veröffentlichung hast du auch die Möglichkeit, dich für Kindle Unlimited anzumelden. Das bedeutet jedoch, dass du dein Buch nicht über andere Plattformen anbieten darfst, in diesem Fall veröffentlichst du exklusiv über Amazon. Der Vorteil an diesem Programm ist, dass dir spezielle Promotion-Tools zur Verfügung stehen.
Tantiemen: Du erhältst bis zu 70% Tantiemen, wenn du dein Buch zu einem Preis von 2,99-9,99 Euro anbietest. Wenn du dein Buch günstiger anbieten möchtest, bekommst du 30% Tantiemen. Amazon KDP erhebt keine Einrichtungsgebühren.
Formate: Wenn du dein E-Book veröffentlichen möchtest, kannst du Dateien in MOBI, ePub, DOCX oder PDF hochladen. Für ein Printbuch lädst du eine druckfähige PDF-Datei hoch.
Tolino Media
Diese Plattform hat eine starke Präsenz im deutschsprachigen Raum und arbeitet mit führenden Buchhändlern wie Thalia und Hugendubel zusammen. Sie bietet dir flexible Veröffentlichungsmöglichkeiten ohne Exklusivitätsanforderungen.
Tantiemen: Bei einem Verkaufspreis von EUR 2,99 oder mehr erhältst du 70% des Nettoerlöses. Liegt dein Verkaufspreis darunter, bekommst du 40%.
Formate: Für ein E-Book kannst du dein Manuskript im DOCX- oder ODT-Format hochladen. Tolino Media konvertiert sie anschließend ins EPUB-Format. Alternativ dazu kannst du auch direkt eine fertige EPUB-Datei hochladen. Für Print-on-Demand-Bücher benötigst du eine druckfähige PDF-Datei, die den Druckanforderungen von Tolino Media entspricht.
Marketing
Sichtbarkeit schaffen
Damit Leser dein Buch finden können, brauchst du eine durchdachte Marketingstrategie. Ich zeige dir hier einige Möglichkeiten auf, um die Aufmerksamkeit potenzieller Leser gewinnen zu können:
Social Media gezielt nutzen
Auf Plattformen wie Instagram, Facebook, TikTok und X hast du die Chance, dein Buch einem breiten Publikum zu präsentieren. Ein regelmäßiger Content-Plan kann dir dabei helfen, deine Leserbindung zu stärken. Das können Einblicke hinter die Kulissen, Zitate oder kleine „Snippets“ aus deinem Buch sein. Vergiss nicht, plattformrelevante Hashtags zu setzen, um so viele Menschen wie möglich zu erreichen. Auch aktuelle Trends, bieten sich an, um sichtbar zu werden und um dich mit deiner Community auszutauschen.
Leser-Events und Online-Lesungen
Nutze YouTube Live oder Zoom für virtuelle Lesungen oder Webinare. So kannst du ohne viel Aufwand potenzielle Leser erreichen und direkt mit ihnen in Kontakt treten. Es macht Sinn, dabei Ausschnitte aus deinem Buch vorlesen und auch Fragen der Zuhörer zu beantworten. Denk daran, deine Veranstaltungen vorher auf deinen Social-Media-Kanälen anzukündigen.
Aktives Networking
Auf Goodreads oder in anderen Leser-Communities bietet sich dir die Möglichkeit, ein Profil anzulegen, Buchbewertungen zu sammeln und mit deinen Lesern in Kontakt zu treten. Du kannst geeigneten Gruppen beitreten und dort Diskussionen führen, um mehr Menschen auf dich und dein Buch aufmerksam zu machen. Auch in Facebook-Gruppen oder speziellen Foren für Buchliebhaber findest du gute Plattformen, um deine Bekanntheit zu steigern.
Buchtrailer: Sinnvoll oder nicht?
Es gibt in Autorenkreisen kaum ein umstritteneres Marketingmittel als Buchtrailer. Während viele Autoren sie als überflüssig ansehen, finden andere, dass ein gut gemachter Trailer die Atmosphäre des Buches perfekt einfangen kann. Ob sich der Aufwand lohnt, deine Story visuell ansprechend zu präsentieren, hängt oft vom Genre ab. Vor allem Thriller, Science-Fiction oder Fantasy leben stark von der Stimmung und können möglicherweise von einem Buchtrailer profitieren.
Eine kostengünstige Möglichkeit, ein kurzes Video zu erstellen, findest zum Beispiel in einfachen Tools wie Canva oder InShot.
E-Mail-Marketing und Newsletter
Newsletter mit regelmäßigen Updates sind und bleiben ein wirksames Instrument, um mit deinen Lesern in Kontakt zu bleiben. Biete mit exklusiven Einblicken, kostenlosen Leseproben oder Updates zu Veranstaltungen einen Mehrwert für dein Publikum. Mit Anreizen wie einem kostenlosen ersten Kapitel oder einem Prequel kannst du deine Leser dazu motivieren, sich für deinen Newsletter anzumelden und Teil deiner Community zu werden.
Werbeanzeigen und gezielte Online-Kampagnen
Eine einfache, aber auch kostenintensive Möglichkeit, die Sichtbarkeit deines Buches erheblich zu steigern, sind gezielte Anzeigen auf Plattformen wie Amazon, Facebook oder Google Ads. Besonders effektiv ist Retargeting. Das bedeutet, dass Nutzer, die dein Buch schon einmal gesehen, aber nicht gekauft haben, erneut angesprochen werden. Mit gut eingestellten Anzeigen kannst du gezielt potenzielle Leser erreichen. Du kannst auch mit einem kleinen Budget beginnen, um erste Erfolge zu erzielen.
Kooperationen
Cross-Promotion mit anderen Autoren oder Influencern kann eine effektive Strategie für dich sein, wenn ihr euch in ähnlichen Genres bewegt. Ihr könnt gemeinsame Aktionen wie zum Beispiel virtuelle Lesungen oder Gewinnspiele starten und eure Bücher gegenseitig empfehlen. Micro-Influencer oder Buchblogger können ebenfalls wertvolle Partner für eine höhere Aufmerksamkeit für dich sein.
Eine eigene Homepage erstellen
Eine gut strukturierte Website ist deine zentrale Plattform, um dich selbst zu präsentieren. Du kannst deine Bücher vorstellen, Informationen zu deinem Buch sammeln, Blogbeiträge veröffentlichen und gezielt Keywords einsetzen. So optimierst du deine Homepage für Suchmaschinen und potenzielle Leser können dich leichter über Google finden. Deine Homepage eignet sich ganz nebenbei auch ideal dazu, deinen Newsletter anzubieten und regelmäßige Updates mit deinen Lesern zu teilen.
Abschließend
Der Weg zum eigenen Buch ist eine spannende Reise, die Geduld, Kreativität und Ausdauer erfordert. Self-Publishing eröffnet dir die Möglichkeit, deine Ideen und Geschichten genau so zu veröffentlichen, wie du es dir vorstellst – ohne Kompromisse.
Ich hoffe, dass ich dir mit meinen Tipps und Strategien ein Werkzeug in die Hand geben konnte, um deinem Traum vom eigenen Buch einen Schritt näher zu kommen. Dank daran, dass fast jeder erfolgreiche Autor einmal an diesem Punkt begonnen hat.
Viel Erfolg und Freude auf deiner Reise als Self-Publisher!
Hinweis: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird in diesem Artikel das generische Maskulinum verwendet. Es sind stets alle Geschlechter gleichermaßen gemeint.
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